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Auf dem Schlachtfeld des Lebens
Tote Soldaten
Zerfetzte Leiber
Abgetrennte Glieder
Die keinem mehr gehören
 
Ich höre die Schreie der Verwundeten,
Die sich selbst verstümmeln
Oder von ihren Widersachern
Schier zerrissen werden.
 
Und das Krachen der Kanonen
Laute Schläge, dumpfe Wut
In leere Gesichter
 
Ich rieche den Rauch der Feuer
Und den beißenden Gestank
brennenden Menschfleisches
Wenn versucht wird
Das Übel der Andersartigkeit auszubrennen
Das nicht ins Idealbild passt
 
In den Schützengräben
Nackte Hoffnungslosigkeit
Sich selbst verloren,
Findet keiner mehr zu sich zurück
 
Nebelschwaden
Aus dem Rauch verbrannten Pulvers
Ziehen gespenstisch übers Feld
Und verschleiern unser Blick
Bis wir blind am Boden bleiben
 
Wo Adler kreisen sollten
Frei und stark
Kreisen nun die Geier
Und freuen sich auf ein Festmahl
 
Erdrückende Stille
Gräber ohne Namen
Leichen ohne Gräber
Geister der Gefallenen
Nicht fähig loszulassen ihre sterbliche Hülle
Und zu verstehen
Dass sie nicht mehr sind
 
Blinde Zerstörung
Ignoranz und Desillusion
Das Grauen und Entsetzten
Nie verklingt
Angst liegt in der Luft
Wie ein dumpfes Grollen
 
Was auch immer hier geschehen
Was auch immer du gesehen
Vergessen wirst du’s nie
Schweißgebadet erwachst du des Nachts
Verfolgt von Träumen
Und Seelen der Gefallenen
 
Der Tod reibt sich die Hände
Die Grausamkeit kennt keine Grenzen
Wenn sie aus Menschenherzen fließt
 
Die blanken Säbel blitzten auf
Nun sind sie stumpf und rot
Vom vergossenen Blut
Deines Bruders
 
Hässliche Gier
Mordlust und Brudermord
Eitelkeit und Egoismus
Wie viel Seelen kostet die Welt?
Ganz egal, solang’s nicht meine ist
 
Ein Flehen um Erbarmen
Verklingt ungehört im Schlachtenlärm
Der Krieg kennt keine Gnade
Schon gar nicht gegenüber den Schwächeren
 
Doch auch der Sieger trägt sein Wappen
Mit Stolz nur bis zur nächsten Schlacht
In der er unterliegen mag
Und selbst dem Tod ins Auge schaut
Den er zuvor so oft gesandt
 
Dem er so oft schon
Seelen hat verschachert
Um seine eigne noch zu wahren
Wohlwissend dass den Preis für diesen Handel
Er einst wird zahlen müssen
Und wird stets der Verlierer sein
 
Denn nur Verlierer gibt’s in diesem Spiel
Der einzige der gewinnt
Ist Vater Tod
 
- Und vielleicht die Geier unsrer Gier
Ein Abendbrot.
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