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Inhalt
Elli H. Radinger, in Deutschland vorrangig als Wolfsexpertin und Herausgeberin des Wolf Magazin bekannt, beschäftigt sich in diesem Buch mit dem Tod von Haushunden, dem Verlust unserer treuer Gefährten, die ein viel zu kurzes Hundeleben lang Teil unseres Lebens und unserer Familie sind. Was bedeutet der Tod des „besten Freundes des Menschen“ für uns? Wie gehen wir mit dem Abschied um, und mit der Sterbebegleitung vorab. Ist es leichter, den Hund durch einen Unfall zu verlieren, durch natürliche Altersschwäche oder indem wir selbst den richtigen Zeitpunkt bestimmen, um unseren Liebling von unerträglichen Qualen zu befreien. Kann man den Tod leichter verarbeiten, wenn man Zeit zum Abschiednehmen hatte? Und welche Trauerriten gab und gibt es für unsere Tiere?



Elli Radinger zeigt anhand vieler Beispiele, wie Hunde und Menschen mit dem Tod umgehen, wie man ihn verarbeiten kann und dass das Leben auch danach weitergeht. Nicht zuletzt tut sie dies sehr persönlich, indem sie den Leser an dem Verlust ihrer Hündin Lady teilhaben lässt. Und sie wirft einen Blick auf die Vorväter unserer Hunde – die Wölfe in Yellowstone. Denn auch Tiere trauern, doch auf weitaus natürlichere Weise.

Meinung
Das Buch ist sehr gefühlvoll ausgearbeitet. Feinsinnig und behutsam führt es den Leser an die Themen Tod, Loslassen und Jenseits heran. Es spricht frei über den Schmerz, der mit dem Verlust einhergeht und nimmt so Hemmungen, seine Trauer auch offen zu zeigen.
Gleichzeitig gibt es aber auch ungemein viel Trost und Hoffnung. Es festigt den Glauben, dass mit dem Sterben nicht alles vorbei ist, und dies völlig frei von religiösen Sinnbildern. Der Blick auf das natürlich Trauerverhalten von Wölfen bringt uns auch selbst wieder näher an den Kreislauf von Leben und Tod heran.

Es werden alle Stadien des Trauerprozesses besprochen und analysiert, und stets ermutigt, keine falsche Scham zu empfinden, sondern sich all die Gefühle zu gestatten, damit sie verarbeitet werden können.

Nach wie vor fachlich korrekt, wie man es von Elli H. Radinger gewohnt ist, aber gleichzeitig auch ebenso liebevoll und emotional wie alle Texte aus der Feder der Autorin.

Layout
Das Cover ist schlicht aber passend. Der Regenbogen als Sinnbild für die viel besagte „Regenbogenbrücke“. Im Innenteil finden sich viele wunderschöne Farbfotografien. Layout und Schriftarten sind gut aufeinander abgestimmt und angenehm zu lesen – sogar noch mit tränenverschleiertem Blick, was bei diesem Buch zwangsläufig häufiger vorkommen wird.
Die Verarbeitungsqualität ist überdurchschnittlich. Selbst nach häufigem Lesen zeigen sich keine Spuren davon am Einband oder den Seiten. Das Buch sieht immer noch aus wie neu.

Fazit
Ein Muss für jeden Hundehalter und Tierfreund. Ein unverzichtbarer Trost für all jene, die einen treuen Gefährten über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten.

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