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altAls sie wieder Herrin ihrer Sinne war, stand Rebekka auf einem hölzernen Podest in einem beinah leeren Raum. Nur ein großer Granittisch vor ihr mit allerhand Akten darauf erfüllte den Zweck eines Mobiliars. Sie wünschte sich inständig, dass man ihr wenigstens einen Stuhl gegeben hätte. Allmählich bekam sie Krampfadern vom langen Stehen. Wie lange stand sie überhaupt schon hier? Dabei war sie es in ihrem Job gewohnt, dauerhaft auf den Beinen zu sein. Immerhin gehörte ihr die Boutique „Beckys Schuh“, worauf sie sehr stolz war. Gänzlich selbst finanziert, renoviert und dekoriert. Nach sieben Jahren Anstellung in unterschiedlichen Schuhgeschäften jeglicher Klientel fühlte sie sich zurecht als Frau von Welt, was das modische Accessoire der Füße anging. Sie wusste, was sich Damen heutzutage wünschten. Ob Pumps, Slipper, Ballerina, Sandale oder Stiefel, ihre Kundinnen verließen sich auf ihr Gespür und ihren Geschmack, bei der Auswahl der passenden Fußbekleidung. Innerhalb weniger Wochen hatte sich ihr kleiner Traum zum gefragtesten Schuh-Shop der City entwickelt. Von einfachen Hausfrauen bis hin zu kleinen Starletts oder Damen der feinen Gesellschaft kamen sie alle zu ihr, um sich über den neuesten Trend Münchens zu informieren. Die Krönung war gestern schließlich die Lieferung der Louis Vuitton-Schuhe gewesen. Das tröstete sie sogar über ihre gescheiterte Beziehung zu Herbert hinweg. Schuhe waren für eine Frau einfach das beste Trostpflaster. Sie gingen mit einem durch Dick und Dünn, durch Sonne und Regen. Sie waren treu und hielten, was sie versprachen. Trugen einen zwar nicht auf Händen, aber dafür immerhin überall hin, wo man wollte.

Ganz im Gegensatz zu Herbert. Aber darüber wollte sie nicht mehr nachdenken. Sollte er doch glücklich werden mit seiner Bademeisterin. Die hatte sowieso keine Ahnung von gutem Schuhwerk. Damit passte sie zu ihm. Seine Birkenstocks waren ihr vom ersten Tag an ein Dorn im Auge gewesen.
Glücklich und zufrieden hatte sie hingegen gestern Abend nach Ladenschluss der Anblick ihrer neuen Schaufensterdeko mit den frisch gelieferten Pumps für 629 Euro das Paar gemacht. Sie wusste noch genau, welch erhebendes Gefühl es gewesen war, diese Juwelen der Schuhwelt zu bewundern. Ihr entfuhr ein seliges Seufzen, was mit einem scharfen: „Ruhe im Saal!“ kommentiert wurde.
Der Mann vor ihr – oder besser: hinter dem Granittisch – mit den stechenden blauen Augen und dem langen schwarzen Haar strahlte Autorität und Strenge aus, was immerhin zu dem Amt passte, das er hier auszuüben schien. Auch wenn Rebekka zumindest ein Pferdeschwanz angemessener erschienen wäre angesichts der Umstände. Denn wenn sie die Statue der Justitia richtig deutete, befand sie sich in einem Gerichtssaal. Aber trugen Richter nicht für gemeinhin schwarze Talare statt weiße Designeranzüge? Überhaupt, wo war denn ihr Verteidiger, wenn sie schon vor Gericht stand? Und warum stand sie vor Gericht? Sie hatte doch nichts getan. Jedenfalls nicht in letzter Zeit, soweit sie wusste. Und etwas Schlimmes sowieso nicht. Höchstens mal vergessen, das Treppenhaus zu putzen. Oder das von ihrer Nachbarin geliehene Päckchen Butter nicht zurückgebracht. Gut, als Teenager hatte sie mal einen Joint geraucht, aber dazu war sie von Tom schließlich angestiftet worden. Und die paar Rosen, die sie im Stadtpark für ihren Wohnzimmertisch gepflückt hatte, waren doch wohl wirklich kein Drama.
„Das gibt es einfach nicht. Es muss doch zu finden sein“, unterbrach der ungewöhnliche Richter ihre Überlegungen. Sie versuchte, sich auf ihn zu konzentrieren, doch ihre Gedanken schweiften bald wieder ab. Rebekka konnte sich absolut nicht erinnern, wie sie in diesen Gerichtssaal gekommen war. Noch weniger, wann das passiert sein sollte. Das letzte, was sie wusste, war, dass sie die Vuitton-Pumps bewunderte und auf einmal dieser betrunkene Kerl vor ihrer Boutique auftauchte und sie aus blutunterlaufenen Augen anstarrte, als sähe er zum ersten Mal in seinem Leben eine Frau. Er atmete mit offenem Mund, was sie an sich schon ungehörig fand, aber umso mehr, weil er eine Fahne hatte, dass sie beinah ins Koma gefallen wäre. Trotzdem fragte sie ihn, ob sie ihm vielleicht helfen könne. Immerhin besaß sie ja eine gute Erziehung. Doch er starrte sie nur weiter an, sagte kein Wort, außer irgendeinem Schwachsinn von Puppenaugen, schwankte leicht und schoss dann plötzlich vor, um sie an der Kehle zu packen. Ihr war nicht mal genug Luft zum Schreien geblieben. Sein speckiger Trenchcoat hätte dringend eine Wäsche benötigt. Er selbst auch. Von der Rasur ganz zu schweigen, die sicher seit drei Wochen schon überfällig war. Rebekka wollte – wenn auch schweren Herzens – gerade ihre Overknies von Gucci opfern, um ihm ordentlich vors Scheinbein zu treten, da riss er sie an sich und ... danach Filmriss!
Die Erinnerung ließ sie jetzt noch schaudern, führte aber zumindest die Überlegung herbei, dass sie vielleicht gar keine Angeklagte war, sondern Zeugin? Oder Opfer? Aber dann müsste es ja ein Verbrechen geben und sie wusste von keinem. Um den Kerl im Trenchcoat konnte es nicht gehen, der war nirgendwo zu sehen. Hatte ihr die Konkurrenz aus Neid und Missgunst vielleicht einen Killer auf den Hals gehetzt? Oder ihr zumindest irgendwelche Drogen verabreicht, damit sie sich an nichts erinnern konnte?
Vielleicht war sie aber auch Mittäterin geworden. Komplizin? Von diesem Kerl? Nein, niemals. Höchstens gezwungenermaßen. Mit Leuten, die ihre Halbschuhe aus echtem Leder so schlecht putzten, wie dieser Trunkenbold, ließ sie sich nicht ein. Und davon abgesehen, wobei sollte sie so jemandem auch helfen? Außer vielleicht bei der Schuhpflege und die stand ja wohl nicht unter Strafe.
Da der Richter noch immer in seine Lektüre vertieft war, schaute sich Rebekka gelangweilt um. Die dunkle Holzvertäfelung erzeugte eine erdrückende Atmosphäre, sie fühlte sich beinah schon im Gefängnis. Hier hätte dringend mal neu gestrichen werden müssen. Ein paar Dekoartikel würden auch nicht schaden. Aber worüber dachte sie hier eigentlich nach? Sie stand vor Gericht und war nicht als Stilberaterin eingeladen worden. Trotzdem, in dieser Umgebung konnte man sich nicht wohlfühlen. Ihr wurde immer unbehaglicher zumute. Das alles konnte nur ein böser Albtraum sein. Sicher würde gleich ihr Wecker klingeln und sie retten.
Unsicher blickte sie auf ihre Armbanduhr. Wenn die richtig ging, dauerte es noch mindestens fünf Stunden, bis sie aufstehen musste. Eine endlose Zeit in der man sie womöglich zum Tode verurteilte. Oder zu einer lebenslangen Haftstrafe. Sie durfte gar nicht daran denken. Dort gab es bestimmt keine bequemen Ballerinas, von modischen Pumps ganz zu schweigen. Das konnte man ihr nicht antun. Kein Vergehen rechtfertigte solch eine Strafe.
Aber wie lautete eigentlich die Anklage? Ihr wurde just in diesem Moment bewusst, dass die noch gar nicht verlesen worden war. Wie lange stand sie jetzt schon vor dem Richterstuhl? Wo war die Staatsanwaltschaft? Ihre Vorstellung von einem Gerichtssaal war jedenfalls eine ganz andere, als diese Kulisse hier. Und dieser dubiose Richter – ständig warf er ihr scharfe Blicke zu, während er Seite um Seite in einem komischen alten Wälzer umblätterte und die Stirn runzelte, als suche er etwas. Das war doch im Leben kein Papier. Sah eher wie sehr dünnes Leder aus. Zu dünn für gutes Schuhwerk. Von welchem Tier das wohl stammte.
„Es ist Menschenhaut“, erklärte er beiläufig.
Rebekka verzog angewidert das Gesicht. Wer arbeitete denn mit solchen Materialien? Vor Schreck wunderte sie sich nicht einmal, dass er ihre Gedanken lesen konnte.
Sein Finger mit dem überlangen Fingernagel fuhr über die Zeilen und verursachte ein Kratzen, das ihr eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Den würde sie auch mal gern zur Maniküre schicken. So was gehörte sich in diesem Amt einfach nicht. Rebekka räusperte sich und hob den Arm, wie sie es aus ihrer Schulzeit kannte. Albern sicherlich, aber die Szenerie schüchterte sie derart ein, dass sie sich wie eine Erstklässlerin vorkam.
„Nicht jetzt!“, brummte der Richter und strich sich nachdenklich über den schmalen Bart. Immerhin war dieser gut gepflegt, das musste sie zugeben.
Entmutigt ließ Rebekka die Hand wieder sinken.
„Ich kann es nicht finden. Wie war noch mal der Name?“
Wenigstens sprach er sie endlich direkt an. Vielleicht konnte sie ihm ja einfach erklären, dass hier wohl ein Fehler vorlag und sie gar nicht wusste, was sie hier sollte, wenn sie sich erstmal vorgestellt hatte.
„Franz. Rebekka Franz, Herr Richter.“
„Wir sind hier nicht bei 007, Fräulein.“
„Natürlich nicht. Entschuldigen Sie. Aber Fräulein ist abgeschafft.“ Durfte man einen Richter überhaupt belehren? War das strafbar?
„Vor- oder Nachname?“
„Wie bitte?“
Der Richter rollte mit den Augen. „Heißen Sie Franz mit Vornamen oder Rebekka? Was von beidem ist denn ihr Nachname?“
„Rebekka, Herr Richter. Und Franz.“
„Was? Wollen Sie sich über mich lustig machen? Das gibt eine Verwarnung.“
Zerknirscht knüllte Rebekka ihr Taschentuch zusammen, das sie in der Hand hielt. Das konnte alles nicht wahr sein.
„Nein, ich mache mich nicht lustig. Ich heiße Franz mit Nachnamen und Rebekka mit Vornamen. Also Rebekka Franz.“
Erneut ein strenger Blick, dann blätterte er wieder einige Seiten zurück.
„Nichts!“, schimpfte er schließlich, und dann lauter: „Verdammt noch mal, weder unter R noch unter F. Schlamperei. Dafür kommt mir jemand ins Fegefeuer.“
Sie schluckte. Das war hoffentlich nur eine Wortspielerei, aber ihr wurde augenblicklich unangenehm warm. Die Halbärmelbluse wäre wohl doch die bessere Wahl für diesen Tag gewesen. „Wenn ich irgendwie helfen kann.“
Mit einem Donner wurde das Buch zugeschlagen und der Anzugträger erhob sich. Eine imposante Gestalt, die hinter dem Richtertisch aufragte und einen dunklen Schatten auf Rebekka warf, die sich augenblicklich in die Lage einer Maus versetzt fühlte, der die Katze gegenüberstand. Wenn sie jetzt den Mund aufmachte, klang ihre Stimme bestimmt genauso piepsig.
„Ob Sie helfen können, Fräulein Franz? Aber sicher, indem Sie gestehen.“
Er verschränkte die Arme vor der Brust, was ihn noch drohender wirken ließ, und durchbohrte sie mit Blicken. Ob man ihr eine gepflegte Ohnmacht abnehmen würde?
Hinter sich hörte sie ein lautes Ticken, wagte aber nicht, sich umzudrehen, um nachzusehen, wie viel Uhr es tatsächlich war. Im nächsten Moment schalt sie sich eine dumme Gans, denn wenn das hier ein Traum war, würde die Uhr im Gerichtssaal genauso falsch gehen, wie ihre eigene.
„Auch das noch!“, stöhnte der Richter.
„Was?“
„Schweigen Sie, oder gestehen Sie! Die Sache ist ohnehin schon kompliziert genug.“
„Welche Sache denn?“
„Ich stelle hier die Fragen.“
Der Gedanke an die Ohnmacht wurde verlockend.
Er verließ seinen Platz hinter dem Richterpult und kam auf sie zu. Nun wirkte er zwar nicht mehr ganz so groß wie zuvor, aber dennoch nicht minder imposant und einschüchternd. Da half auch sein mildes Lächeln nicht. Das war sowieso bestimmt nur gespielt.
„Also! Da die Aufzeichnungen mal wieder zu wünschen übrig lassen, erwarte ich ein umfassendes Geständnis.“
„Geständnis?!“ Was um alles in der Welt sollte sie gestehen, wenn sie nicht einmal wusste, wie die Anklage lautete? Auch wenn sie beinah schon aller Mut verlassen hatte, rang sie sich zu dieser Frage durch und erntete völlige Fassungslosigkeit bei ihrem Gegenüber.
„Was glauben Sie eigentlich, wo Sie hier sind, Fräulein Franz?“
„Wenn ich das wüsste“, entfuhr es ihr. Im nächsten Moment ertönte ein Donnergrollen und sie zog den Kopf ein, obwohl sie hier im Gerichtssaal wohl kaum vom Blitz getroffen werden würde, aber im Traum wusste man ja nie.
„Sie stehen hier vor Gericht!“
Rebekka schaute nach links und rechts und wieder zum Richter.
„Ich will nicht unverschämt klingen, aber gehören zu einem ordentlichen Gericht nicht Staatsanwaltschaft, Verteidiger, eventuell auch Schöffen, Zeugen und so weiter?“
Die Augenbrauen ihres Gegenübers verschwanden beinah im Haaransatz.
„Dies ist der höllische Gerichtshof. Hier braucht es keine Anwälte, Verteidiger und solchen Firlefanz. Wer hierher kommt ist schuldig, da gibt es gar keine Zweifel. Uns unterlaufen keine Fehler.“
Nun war es an Rebekka große Augen zu machen. Hölle? Sie war in der Hölle? Sie wusste ja nicht mal, dass sie tot war. Geschweige denn, durch welche Sünden sie es verdient hatte, hier zu landen.
„Also?“
„Kann ich bitte ein Glas Wasser haben?“, fragte sie tonlos, denn diese Offenbarung war gerade etwas zu viel für ihre angespannten Nerven.
Der Richter seufzte tief, reichte ihr aber das Gewünschte.
„Eine Aspirin haben Sie nicht zufällig hier unten, oder?“
Ihm entglitten die Gesichtszüge. „Überspannen Sie den Bogen nicht, Fräulein Franz. Sie sind eine Sünderin und sollen hier eine angemessene Strafe zugewiesen bekommen. Leider muss ich gestehen, dass meine Adjutanten wohl nicht sehr gründlich bei der Dokumentation Ihrer Vergehensliste waren. Genau genommen haben sie diese anscheinend völlig verschlampt, denn im großen Buch der Sünden kann ich keinen Eintrag unter Rebekka Franz finden.“
„Dann habe ich vielleicht gar keine Sünde begangen.“
Jetzt musste er lachen, aber es klang humorlos. „Jeder Delinquent beging zu Lebzeiten Sünden, sonst würde er ja nicht hier landen. Und wie gesagt: Wir irren uns nie!“
Rebekka reichte ihm das leere Glas zurück und holte tief Luft. Ob Traum oder nicht, es gab wohl nur einen Weg, hier weiterzukommen.
„Also gut, ich beichte.“
Ihm fiel das Glas aus der Hand und zersprang auf dem Boden. „Liebe Zeit, Kindchen, dafür ist es zu spät. Das tut man zu Lebzeiten. Bei einem Priester. Sie sollen hier nicht beichten, sondern gestehen. Sie sind vielleicht begriffstutzig.“
„Und Sie kleinlich.“ Schmollend schob sie die Unterlippe vor. Allmählich verlor sie jeden Zweifel, dass dies ein Traum war, so bescheuert konnte die Realität gar nicht sein. Auch nicht nach dem Tod.
Er öffnete den Mund zu einer Erwiderung schloss ihn dann aber wieder und wendete sich ab, um wieder zu seinem Richterstuhl zurückzukehren.
„Unglaublich, was man sich heutzutage alles sagen lassen muss. Und das in meiner Position.“
„Also gut“, lenkte Rebekka ein. „Dann gestehe ich eben.“
Sie holte tief Luft, um angefangen bei dem Schokoriegel, den sie ihrer Klassenkameradin aus der Schultüte gemopst hatte, über die erste heimlich gerauchte Zigarette in der Garage bis zum nicht bezahlten Strafzettel für falsches Parken letzte Woche alle ihre Vergehen aufzuzählen, als es an der eisenbeschlagenen Eichentür klopfte. Sowohl Rebekka als auch ihr Richter blickten dem Ankömmling entgegen. Sie überrascht, er sichtlich am Rande seiner Geduld.
„Äh, Luzifer“, begann der Eintretende zögernd.
„Nicht jetzt, Jesus. Sie will gerade gestehen.“
Luzifer? Jesus? Rebekka wurde schwindlig, so hektisch schaute sie zwischen dem Dressman in Weiß und dem Naturburschen im Holzfällerhemd hin und her.
„Okay, ihr Strategen. Jetzt ist mir alles klar. Wo ist die versteckte Kamera?“ Sie stemmte die Hände in die Hüften und wartete auf eine Erklärung, erntete aber nur verständnislose Blicke.
Luzifer winkte ab. „Sie hat es immer noch nicht verstanden. Ist jetzt auch egal. Also was gibt’s, Bruderherz?“
Sie war im falschen Film. Ganz eindeutig. Der knackige Kerl mit dem zerzausten Blondschopf und den rehbraunen Augen lächelte sie entschuldigend an und winkte ihr kurz zu, während er zu seinem Bruder hinter den Richtertisch trat und ihm etwas ins Ohr flüsterte.
„Nein!“, entfuhr es diesem. „Nicht schon wieder. Das ist nicht dein Ernst.“
„Ich fürchte doch.“ Jesus zuckte entschuldigend die Achseln. „Ich glaub, du musst noch mal ein ernstes Wort mit ihm reden.“
„Das scheint mir auch so. Und was mach ich jetzt mit ihr?“
Alle beiden schauten Rebekka an, in der ein ganz ungutes Gefühl emporkroch, wie die Schlange am Baum im Garten Eden, wenn sie schon mal beim Thema waren. In ihren Mienen stand nicht gerade Begeisterung.
„Denkst du, ich kann sie gefahrlos auf die Menschheit loslassen?“ Ehe Jesus seinem Bruder antworten konnte, fuhr dieser schon fort. „Ist jetzt eh egal. Passiert ist passiert und in solchen Fällen gibt es nur eine Möglichkeit. Ich kann sie ja schlecht ins Höllenfeuer werfen und so tun, als wäre sie gar nicht hier gewesen.“
„Das fände ich sehr nett“, warf Rebekka ein. „Ich bin nämlich sehr hitzeempfindlich.“
Luzifer lachte kurz auf. „Fräulein Franz, Sie haben gar keine Ahnung, WIE hitzeempfindlich Sie inzwischen sind."

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