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Durch die bunten Glasmosaike der Fenster fielen die letzten Sonnenstrahlen. Die Heiligen schienen auf magische Weise in diesem ersterbenden Licht des Tages zu leuchten. Keine Stunde mehr und die Dunkelheit würde sich auf die Kirche herabsenken. Ebenso wie auf den Rest des Dorfes. Und bald darauf würde der Mond den Himmel erobern und sein fahles Licht durch die Scheiben schicken.

Weiterlesen: Gefallener Engel

 

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Die sehnigen Muskeln streckten sich, der schlanke Körper flog über die mondbeschienene Ebene. Das fahle Licht des Erdtrabanten schimmerte im grauen Fell, während Anoukesh seine Flucht fortsetzte. In der Ferne hörte er die Rufe seines Rudels, doch die Jäger hatten es geschafft, ihn von dem Rest seiner Familie zu trennen und immer weiter zu jagen. Das Heulen wurde mit jedem Mal leiser. Tränen brannten in seinen gelben Augen. Er wusste, er würde sie nie wiedersehen.

Weiterlesen: Freiheit

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Washington Post, 17. Oktober 2011
 
Dem renommierten Pharma-Unternehmen Mitchum-Pharmaceuticals ist ein Durchbruch auf dem Gebiet der Aids-Forschung gelungen. Erstmals kann ein Mittel vorgewiesen werden, das alle bisherigen Viren-Stämme effektiv bekämpft. Bei allen 3.500 Probanten, die an der Testreihe teilnahmen, wurden die Viren im Blut vollständig zerstört und es gab keinerlei Mutationen des Erregers. Das Medikament mit dem Namen Lyventrin wird Ende des Jahres auf dem Weltmarkt verfügbar sein. Nach einem Impfstoff gegen die Immunschwächekrankheit wird weiter geforscht ...

Weiterlesen: Die Suche

altSeit zwei Tagen war sie nun schon allein hier draußen und jagte dieser verfluchten Bärkatze hinterher, die den halben Viehbestand des Nomadenstammes, mit dem sie zog, gerissen hatte. Das Tier musste krank sein, denn es hatte kaum etwas von den Kadavern gefressen. Hatte sie nur getötet. Das war mehr als ungewöhnlich. Die Frauen jammerten über den Verlust der Schafe und Rinder, die Männer berieten sich noch immer, was zu tun sei. Nur Charleene hatte sich entschieden, zu handeln, statt zu lamentieren.

Weiterlesen: Drachenschwur

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Stille herrschte rings herum, als Samariel erwachte. Er kannte diese Stille und fürchtete sie, denn mit jedem Jahr wurde sie dichter und undurchdringlicher, weil die Hallen der Heiligen Weihnacht leerer und leerer wurden. Wie viele seiner Brüder und Schwestern mochten dieses Jahr noch bei ihm sein? Er seufzte leise und gab sich dann einen Ruck. Es half nichts, auf seinem Lager zu verharren, sich an die Träume zu klammern, darauf hoffend, ihnen Leben einzuhauchen. Die Realität sah anders aus. Die Menschen hatten begonnen, den Sinn von Weihnachten zu vergessen und damit starben auch die Weihnachtsengel langsam aber sicher aus.

Weiterlesen: Der letzte Weihnachtsengel

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