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Vor langer Zeit gab es in einem fernen Land einen König und einen Drachen. Letzterer lebte in Frieden mit den Menschen und beschützte sie. Dafür gaben sie ihm auf Geheiß ihres Herrschers bei jedem Vollmond von ihrem Vieh zu fressen. Somit waren alle glücklich und zufrieden.
Als dann der alte König starb und sein Nachfolger den Thron bestieg, begann der Drache, das Vieh von den Weiden der Bauern zu stehlen. Er beschützte die Menschen nicht länger, sondern bedrohte den Frieden des Landes.
Die Menschen konnten sich nicht erklären, warum er plötzlich so verändert war. Bald fürchteten sie ihn, und der König rief alle mutigen Ritter dazu auf, den Drachen zu töten.

Weiterlesen: Der Drache und der Wanderer

altLondon Times, 28. Dezember 1834
Der Serienmörder Arthur Bisking wurde heute in den frühen Morgenstunden durch den Strang hingerichtet. Der Mann, der sich selbst als Schwarzmagier und Großmeister bezeichnet, hat den Ermittlungen zufolge achtzehn Menschen grausam gefoltert und in Ritualen getötet. Eigenen Angaben zufolge, um seine magische Macht zu vergrößern.
In einer Grube hinter seinem Haus wurden die verstümmelten Überreste von neun Personen gefunden. Von weiteren Opfern fehlt jedoch jede Spur.

Inspektor Stew von Scotland Yard dazu: Ich bedaure, dass wir von den übrigen neun Opfern, deren Ermordung Bisking gestanden hat, keine Überreste finden und ihm auch keine Angaben über deren Verbleib entlocken konnten. Aber ich bin auch froh, dass mit der Hinrichtung dieser ganze Spuk nun endlich vorbei ist.

Weiterlesen: Silent night - unholy night

 

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Namidshar stand oben auf dem Hügel, mit dem Rücken an ihren Lieblingsbaum gelehnt und starrte in die Ferne. Die schmale Mondsichel hing tief über dem Meer, auf dem sich der Glanz der Sterne spiegelte. Das flackernde Feuer im Hof des Rabentempels unter ihr nahm Namidshar kaum wahr. In ihr tobten widersprüchliche Gefühle und Ängste, denn sie konnte das, was sie gesehen hatte, weder verstehen noch deuten.

Weiterlesen: Rabenherz

 

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Der Septembermond stand blass und voll am Himmel, tauchte die Landschaft in diffuses, unwirkliches Licht. Gemächlich tuckerte der Ford über die Straße. Es war ein erfolgreicher Abend gewesen. Scott Ewers war zufrieden mit dem Verlauf der Geschäftsverhandlungen, der Deal war seiner Firma so gut wie sicher.

Weiterlesen: Septembermond

 

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Der Schrei einer Eule reißt mich aus dem Schlaf. Mitternacht. Dunkelheit umfängt mich, wie eine zärtliche Umarmung. Ich höre die Nacht nach mir rufen, mit lockender Stimme.

Der Raum wird zu klein. Wände die immer näher rücken. Drohende Blicke in allen Ecken. Alptraumhafte Visionen. Meine Bettdecke erstickt mich. Wird so schwer wie Blei. Ich kann kaum atmen. Raus! Ich muss hier raus. Nach draußen. In die Nacht. Flucht aus trügerischer Sicherheit.

Weiterlesen: Jagdzeit

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